Anime: Aoi Hana / Die blaue Blume

In Aoi Hana, auf deutsch, "Die blaue Blume", geht es um die Liebesgeschichte von Fumi und was sie in ihrer neuen Schule in Kamakura erlebt, wo sie bereits 10 Jahre zuvor gelebt hatte.

Auf die Animeserie Aoi Hana, bin ich durch ein paar Umwege gestoßen und zwar über die Animeserie "Harou Musuko", die vom gleichen Autor stammt. Beide Serien haben eine Gemeinsamkeit, nämlich, daß anhand der Protagonistinnen ein kleiner Blick in das Leben eines Menschen geworfen wird, den man im Großen und Ganzen in das LGBT-Spektrum einordnen könnte. Geht es in der Serie "Harou Musuko" um das Thema Transsexualität, werden in der Serie "Aoi Hana" die Erlebnisse eines Mädchens gezeigt, die lesbisch ist. Hier wird das Thema Homosexualität unter Frauen zwar angesprochen, aber es wird auf eine, wie ich finde, sehr einfühlsame Art dem Publikum näher gebracht. Die Serie ist ansonsten eine typische "Slice of Life" Geschichte über Liebe, Schulleben in Japan und eben, welche Verwicklungen sich daraus ergeben können, wenn man in jemanden verliebt ist.

Handlung


Der Anime beginnt damit, daß Akira Okudaira ihren ersten Schultag auf der Oberschule hat und zur Schule geht. Im Zug zur Schule begegnet sie einer großen gleichaltrigen Schülerin, die in dem vollbesetzten Zug von einem neben ihr stehenden Mann begrapscht wird, diese Schülerin sich aber nicht traut, etwas zu sagen. Hier greift Akira ein und tritt dem Mann kräftig auf den Fuß, so dass er von seinem Tun ablässt. Beide Mädchen haben zum Teil den gleichen Weg zur Schule, obwohl beide auf unterschiedlichen Schulen gehen.

Am Abend, als Akira wieder zu Hause ist, bekommt ihre Mutter Besuch von einer alten Freundin, die vor 10 Jahren mit ihrer Familie aus Kamakura weg gezogen ist und gerade erst wieder hergezogen ist. Diese Freundin bringt ihre Tochter mit und wie es sich überraschenderweise heraus stellt, ist sie das Mädchen, daß Akira am Vormittag in der Bahn getroffen hat. Beide Mädchen sind Kindheitsfreundinnen, aber beide haben sich nicht wieder erkannt. Akira, die von Fumi A-chan genannt wird, sind sehr überrascht, denn vor 10 Jahren war Fumi kleiner als A-chan, doch jetzt ist sie ein gutes Stück größer. Beide gehen danach oft zusammen zur Schule, bis eben zu dem Punkt, wo sich ihre Wege trennen. A-chan geht auf eine katholische Mädchenschule, die Fujigaya Schule und Fumi auf die Matsuoka Schule.

Fumi muss in der Schule einem Club beitreten. Bei der Suche nach einem Club, trifft sie auf Yasuko Sugimoto, die schon im 3. Schuljahr ist und früher auf die Schule von A-chan gegangen ist. Im Verlauf der Serie, stellt sich heraus, daß auf ihrer alten Schule, der Fujigaya, etwas passiert ist, das sie veranlasste, die Schule zu wechseln, weshalb sie noch gute Verbindungen zur ihrer alten Schule hat. Sie wird dort vom Theaterclub gebeten den Heathcliff von "Sturmhöhe" zu spielen. Bei ihrem ersten Besuch der Fujigaya, nimmt sie vier ihrer Mitschülerinnen mit, nämlich die Mitglieder des Theaterclubs und Fumi. Auf der Fujigaya trifft Fumi A-chan. Als Fumi alleine durch die Gänge der Schule geht, begegnet sie Kyōko Ikumi, als sie gerade mit Tränen in den Augen einen Raum verläßt. Kurz danach kommt Yasuko aus dem Raum, die zuvor das Liebesgeständnis von Kyōko abgewiesen hat. Yasuko und Fumi kommen sich danach etwas näher als sie sich unterhalten. Beide wollen sich am nächsten Tag am Bahnhof treffen und gemeinsam zu Schule fahren.

Als Yasuko und Fumi ein paar Tage später alleine in der Bibliothek in ihrer Schule sind, küsst Yasuko Fumi und beide vereinbaren, miteinander auszugehen. Fumi erzählt dies etwas später ihrer Kindheitsfreundin A-chan, die nicht so recht weiß, wie sie mit dieser Information umgehen soll. A-chan ist, was Liebesdinge angeht, noch sehr unerfahren, wohingegen Fumi erst kurz zuvor, die Aussichtslosigkeit ihrer Liebe zu ihrer Cousine schmerzlich akzeptieren musste. Fumi, A-Chan und auch Yasuko sind darauf hin oft an der Fujigaya, wegen den Theaterproben. A-chan ist dort im Theaterclub und für die Requisiten verantwortlich. Am Tag der Theateraufführung bemerkt Fumi, daß Yasuko, mit der sie ja zusammen ist, noch sehr starke Gefühle für ihren alten Lehrer hegt, der der Betreuer, des Theaterclubs ist. Es stellt sich heraus, dass dieser Lehrer die ältere Schwester von Yasuko heiraten wird und die einseitige Liebe von Yasuko zu dem Lehrer, der Grund war, weshalb sie die Schule gewechselt hat.

Im Laufe der Geschichte, frägt Yasuko einmal Fumi, wer ihre erste Liebe war. Dies konnte sie in dem Augenblick nicht beantworten. Erst ganz am Ende des Animes wird diese Frage beantwortet, als Fumi eine in einem Album geklebte getrocknete blaue Blume sieht, kann sie sich an ihre erste Liebe erinnern.

Fazit


Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Gerade die sehr einfühlsam und langsam sich entwickelnde Liebe zwischen Fumi und Yasuko, aber auch die sehr innige Freundschaft zwischen A-chan und Fumi finde ich sehr berührend. Das es in der Liebe oftmals zu Verwirrungen kommt und dies dann oftmals sehr schmerzlich sein kann, wird auch sehr gut geschildert, denn die Liebe von Fumi zu Yasuko ist nicht so einfach, da Yasuko noch Gefühle zu ihrem alten Lehrer hat. Gerade diese Höhen und Tiefen haben mir sehr gut gefallen. Leider ist der Anime nach 11 Folgen zu Ende, ohne, dass man Erfährt, was aus Fumis Liebe wird. Der dem Anime zugrunde liegenden Manga, hat 8 Bände, wobei nur die ersten 3 Bände in dem Anime umgesetzt wurden. Wer also wissen möchte, wie die Geschichte rund um Fumi und A-Chan weiter geht, muß sich den Manga kaufen. Zum Glück gibt es eine englische Übersetzung, wobei immer zwei Bände zu einem Band zusammengefaßt wurden, so daß man in 4 Doppelbänden den Manga "Sweet Blue Flowers"(Amazon affiliate-Link) u.a. bei Amazon beziehen kann.

Ich kann den Anime sehr empfehlen. Er ist, wie ich finde sehr romantisch und sehr gefühlvoll. Ich habe jedenfalls einige Taschentücher benötigt. Wer sich näher über die Serie informieren möchte, der schaue am besten mal auf proxer.me danach.

Habt ihr den Anime gesehen, den Manga gelesen? Wie hat es euch  gefallen? Schreibt mir bitte eure Meinung dazu in die Kommentare.

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