Animeserie: Die Walkinder

Die Walkinder leben auf einer schwimmenden Insel in einem Sandmeer. Auf der Insel geht es sehr harmonisch und friedlich zu, bis die Bewohner, auf Lykos treffen, einer Soldatin aus dem Imperium.


Die Animeserie "Die Walkinder" gibt es auf Netflix und ist eine Netflix Originalserie. Die Animeserie ist eine Adaption des Mangas "クジラの子らは砂上に歌う (Kujira no kora wa sajō ni utau)" was so viel wie "Die Kinder des Wals singen auf dem Sand" bedeutet. Die Serie wurde 2017 in Japan ausgestrahlt und im März 2018 von Netflix international herausgebracht. Ich habe die Serie schon eine ganze Weile auf meiner Playliste und gestern hatte ich Lust darauf, mir sie anzuschauen.

Handlung


Die Handlung spielt meistens auf einem Schlammwal, so wird eine schwimmende Insel in einem Meer aus Sand bezeichnet. Auf dem Wal leben Menschen. Dabei gibt es zwei Arten von Menschen, einmal die Markierten, die die Gabe besitzen, Gegenstände durch Willenskraft bewegen zu können und dann noch die nicht markierten, die diese Gabe nicht besitzen. Die Markierten müssen für ihre Gabe allerdings einen hohen Preis zahlen, sie sterben alle früh, meistens so mit Ende 20, Anfang 30. Die nicht markierten leben länger und sie sind es auch, die die Geschicke der Insel lenken. Es gibt einen Ältestenrat und eine Bürgermeisterin bzw. einen Bürgermeister

Der Protagonist der Geschichte ist Chakuro, ein markierter Junge, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschehnisse auf der Insel aufzuschreiben. Er begegnet auf einem anderen Schlammwal einer Markierten, die anders ist, als die Menschen, die er kennt. Sie zeigt ihm das Nous der Insel. Ein Lebewesen, daß es der Insel überhaupt ermöglicht im Sandmeer zu schwimmen und die Quelle der Kraft der Markierten der Insel darstellt. Dieser Nous, des vorbeiziehenden Schlammwales, ernährt sich als Gegenleistung für seine Dienst, von den Gefühlen der Menschen. Das Mädchen Lykos, ist eine Soldatin und hat dank des Nous keine Gefühle. Sie ist die einzige Überlebende auf dem Schlammwal und wird deshalb von dem Erkundungstrupp, der die schwimmende Insel untersucht, mitgenommen. Kurz darauf werden die Walkinder von Soldaten angegriffen und es gibt viele Tote unter den Bewohnern der Insel, die bis dahin nie gekämpft haben, sondern ein sehr friedliches und harmonisches Leben gelebt haben. So stirbt auch die beste Freundin von Chakuro in seinen Armen. Es stellt sich heraus, daß Lykos die Schwester des Kommandeurs der Angreifer ist. Die Angreifer ziehen sich wieder zurück, aber die Bewohner des Schlammwales erfahren, daß sie in sieben Tagen von der Hauptstreitmacht angegriffen werden sollen und alle hingerichtet werden sollen, denn sie sind alle Verbrecher, in den Augen des Imperiums.

Fazit


Die Geschichte nimmt sehr schnell fahrt auf und die Produzenten des Animes verstehen es, daß man sehr schnell sich mit den Walkindern identifiziert. Die Menschen sind alle sehr friedlich und gehen sehr respektvoll miteinander um, aber hinter dieser Fasade gibt es mehrere Geheimnisse rund um die Existenz der Menschen auf der schwimmenden Insel. Die Geheimnisse werden im Laufe der Geschichte nach und nach aufgedeckt. Die Geschichte ist sehr vielschichtig aufgebaut, was sie meiner Meinung nach sehr spannend macht. Ich habe mit den Bewohnern des Schlammwales mitgefiebert, als sie angegriffen wurden und ich habe mehrfach mit den Tränen kämpfen müssen, als mir liebgewordene Figuren gestorben sind und es sterben so einige Menschen während der Geschichte, weshalb die Serie wohl auch erst ab 16 Jahre geeignet ist.

In der Geschichte geht es viel um Tod und um die Erinnerung an die Verstorbenen und um die Gefühle, die man für diese Menschen hegt. Nicht umsonst gibt es im Imperium diese Lebewesen, die Nous, die sich von den Gefühlen der Menschen ernährt. Gerade Soldaten können sich keine Gefühle leisten, aber Gefühle machen uns zu Menschen, weshalb ich auch am Ende der Serie, die Wahl von Lykos, auf der Insel der Walkinder zu bleiben und nicht ins Imperium zurückzukehren, als sehr schön empfand. Sie entscheidet sich für ihre Gefühle und für die Menschlichkeit, auch wenn die Gefühle manchmal sehr sehr weh tun können.

Mir hat die Serie sehr gut gefallen. Sie hat Tiefgang und ist aber auch sehr reich an Action und Kampf, ganz nach einem Spruch einer der Figuren "Das Leben ist Kampf". Das ist tatsächlich das, was ich nicht so gut an der Serie finde. Denn der zentrale Kampf um den Wal zieht sich über mehrere Folgen hin, wobei viele Rückblenden und Nebengeschichten erzählt werden. Diese Erzählweise mag ich nicht sonderlich, ist aber hier sehr gut umgesetzt, wie ich finde, so dass ich es erträglich fand, eben nur etwas zu lang für meinen Geschmack.

Die Zeichnung des Animes sind meiner Meinung nach hervorragend und die Animation ist auch sehr gut. Den Anime gibt es in deutscher Synchronisation, wobei ich zu der nichts sagen kann, da ich mir den Anime im japanischen Original mit Untertiteln angesehen habe.

Die Handlung mag auf den ersten Blick komisch und ungewohnt sein, aber wenn man sich einmal auf die Grundidee mit den Walen und dem Sandmeer eingelassen hat, kann die Zuschauerin hier eine sehr schöne Geschichte erleben, die zwar viel mit Gefühlen und dem Leben und dem Tod zu tun hat, aber wie gesagt, die Geschichte ist sehr Vielschichtig und hat meiner Meinung nach sehr viel Tiefgang. Leider Endet der Anime sehr offen, so dass es vielleicht noch eine 2. Staffel rund im die Walkinder geben wird. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn die Geschichte als Anime fortgesetzt werden würde und man erfährt, was sie auf ihrer weiteren Reise mit dem Schlammwal erleben werden.

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